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Herzlich willkommen zu einer Sonderausgabe unseres Newsletters, die sich ganz der neuen Orgel widmet – mit einem ausführlichen Bericht zum Einweihungsgottesdienst und einem Ausblick auf das Orgeljahr 2026 inklusive der Konzerttermine für die erste Jahreshälfte.

Herzliche Grüße

Ihre Kirchengemeinde Wentorf

Sonderausgabe - Orgel

„Die Orgel ist die Königin der Instrumente.“
Wolfgang Amadeus Mozart

Unsere neue Lorenz-Orgel

Was für ein Glück hatten wir hier in Wentorf, in der Lage zu sein, ein so wunderbares Instrument speziell für unsere Kirche gestalten und bauen lassen zu können!

Wir haben uns für eine Orgel rein barocker Prägung entschieden, gebaut von einem Spezialisten: Dem Arp Schnitger-Preisträger Heiko Lorenz aus Wilhelmshaven.

Ihre barocke Prägung macht unsere neue Orgel zu etwas ganz Besonderem: Ihr Klang lebt von der unterschiedlichen Farbigkeit und speziellen Charakteristik ihrer 22 Register. Zudem klingen bei einer normalen „Musikorgel“ alle Tonarten gleich, nämlich ein bisschen verstimmt, während bei einer Orgel barocker Prägung häufig vorkommende Tonarten blitzsauber klingen – zu Ungunsten anderer, die dafür extrem schräg klingen. Dieser Kontrast sauber/schräg wurde von Komponisten der Barockzeit, wie z. B. Johann Sebastian Bach, „mit einkomponiert“ und bewusst als Ausdrucksmittel eingesetzt.

Es wird reichlich Gelegenheit geben, auch außerhalb unserer Gottesdienste die besondere Farbigkeit und Ausdruckskraft unserer Orgel zu erleben.

Bei aller stilistischer Reinheit kann die Orgel aber auch anders: Es werden auch „populäre Klänge“ und ein Konzert für Kinder zu hören sein, denn es ist uns wichtig, dass auch Wentorfer Kinder die Möglichkeit bekommen, eine Orgel zu erleben.

Seit einigen Monaten schon prägt die Orgel mit ihrer klaren und funktionalen Prospektgestaltung durch den Hamburger Architekten Matthias Schmidt optisch unseren Kirchraum.

Nach vielen Wochen rein klanglicher Arbeit an jeder einzelnen ihrer 1.352 Pfeifen hat unsere Orgel am 3. Advent nun auch ihren ersten akustischen Auftritt!

Großer Dank gilt dem kirchlichen Orgelbausachverständigen Klaus Schöbel, der uns viele Jahre mit kompetenter Beratung zur Seite stand.

Technische Details und Daten zu der Orgel finden Sie auf unserer Webseite unter: Orgel

Einweihungsgottesdienst der neuen Orgel – Klang(T)raum wird Wirklichkeit

Am Sonntag des 3. Advents durften wir einen ganz besonderen Gottesdienst feiern: Zum ersten Mal erklang die neue Orgel in einem Gottesdienst. Schon vor der Kirche empfing der Posaunenchor die Besucher*innen mit festlicher Musik. Drinnen zeigte sich schnell: Dieser Gottesdienst war kein gewöhnlicher. Die Kirche war bis auf den letzten Stuhl gefüllt, selbst auf der Empore wurde es eng – beinahe wie an Heiligabend.

Unter den zahlreichen Gästen waren viele Spender*innen, Orgelbauer Heiko Lorenz mit seinem Team, Architekt Matthias Schmidt, Orgelsachverständiger Klaus Schöbel, Andreas Tech aus der Bauabteilung des Kirchenkreises, André Schlesselmann vom Fundraising, Propst Philip Graffam sowie Wentorfs Bürgermeisterin Kathrin Schöning. Die große Beteiligung machte deutlich: Diese Orgel ist das Ergebnis eines langen gemeinsamen Weges.

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von Professor Zerer, dem ehemaligen Orgellehrer unserer Kantorin Karen Haardt. Auf ihren besonderen Wunsch hin ließ er die neue Orgel in all ihren Farben erklingen – mit Georg Muffats Toccata X als Vorspiel, Georg Böhms Partita „Jesu, du bist allzu schöne“ zur Mitte und Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge in G-Dur zum Abschluss. Gemeinsam mit den Adventsliedern aus dem Evangelischen Gesangbuch – „Tochter Zion“, „Die Nacht ist vorgedrungen“, „O Heiland, reiß die Himmel auf“ und „Wie soll ich dich empfangen“ – wurde hörbar, was diese Orgel leisten kann.

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die Predigt von Pastorin Ulrike Lenz. Sie begann mit einer Frage, die viele im Raum unmittelbar abholte:
„Wisst ihr noch, liebe Wentorferinnen und Wentorfer, wie alles anfing?“
Erinnerungen an die alte Orgel, an Reparaturversuche, Zweifel, Widerstände und zähe Diskussionen wurden wachgerufen – aber auch an den Mut einiger weniger, die sich trotz allem auf den Weg machten.

Immer wieder kehrte sie zu diesem Rückblick zurück – und verband ihn mit einem zentralen Gedanken: dem Träumen. Der Traum vom „Klang(T)raum“, von einer neuen Orgel für Wentorf, sei kein luftiges Wunschdenken gewesen, sondern eine Kraftquelle.
„Wer nicht träumt, bleibt Gefangener eines Ist-Zustandes, den er nur immer weiter aushalten kann“, sagte sie deutlich. Träume richteten aus, gäben ein Ziel und machten überhaupt erst bereit, sich einzusetzen.

Von dort spannte sie den Bogen zur Bibel und zum Advent. Die Propheten, so Pastorin Ulrike Lenz, seien große Träumer gewesen:
„Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht.“
Diese Träume von Licht, Frieden und Heil seien nicht realitätsfern gewesen, sondern hätten die Welt verändert – bis hin zur Geburt Christi. Auch Maria, Josef, die Hirten und die Weisen seien Träumende gewesen, die auf Engel, Sterne und innere Bilder vertrauten.

Besonders eindrücklich war die Verbindung zur Orgel selbst. Pastorin Ulrike Lenz sagte:
„Es sind die Träumenden, die – während sie auf schwergängigen Tasten und erschreckt von Pfeifenheulern ihr Handwerk verrichten – im Herzen virtuose Tonfolgen hören.“ Ein Satz, in dem sich viele wiederfinden konnten: Orgelbauer, Musiker*innen, Gremienmitglieder, Spender*innen – und eine Gemeinde, die über Jahre hinweg an einer Vision festgehalten hat.

Dabei verschwieg sie nicht die Mühen: Reibungen, Krankheit, Verzögerungen, Planänderungen und Zweifel. Auch der Orgelbau sei, wie jede Geburt, kein schmerzfreier Prozess gewesen. Aber am Ende bleibe das Staunen:
„Der Traum wurde Wirklichkeit.“

Mit Blick auf die neue Orgel sagte sie schließlich:
„Diese Orgel ist schon so etwas wie ein kleines Wunder.“
Nicht, weil sie „die Kirche rettet“, sondern weil sie zeigt, was möglich ist, wenn Menschen gemeinsam träumen, Verantwortung übernehmen und Vertrauen wagen. Die neue Orgel solle nun helfen, „dass Weihnachten werden kann in unseren Herzen und Ohren“ – als Zeugnis für das Licht Christi, das in der Dunkelheit scheint

Durch die Liturgie führte Pastor Mirko Klein. In einer der Fürbitten nahm er die neue Orgel und alle, die sie hören und sehen werden, in den Blick. Diese Worte griff Propst Philip Graffam später in einem Instagram-Post auf und fasste sie eindrücklich zusammen:
„Gott, segne die Ohren, die sie hören!“ Ein kurzer Satz, der die Bitte und Hoffnung dieses Gottesdienstes auf den Punkt brachte: dass die neue Orgel über viele Jahre hinweg Glauben stärkt, Trost spendet und Freude hörbar werden lässt.

Im Anschluss wurde beim Empfang mit Sekt, Kaffee, Kuchen und Orangensaft weitergefeiert. Es gab angeregte Gespräche mit dem Orgelbauer und dem Architekten, und einige nutzten die seltene Gelegenheit, einen Blick ins Innere der Orgel zu werfen.

Der Einweihungsgottesdienst am 3. Advent war mehr als ein musikalisches Ereignis. Er war ein Dankesfest für einen langen Weg – und eine Einladung, weiter zu träumen. Denn, um es mit den Worten der Predigt zu sagen: Es geht nicht ohne den Traum.

 

Orgeljahr 2026 - Termine im 1. Halbjahr

Die Wentorfer Kirche hat eine neue Orgel – unser Klang(T)raum ist wahr geworden!

Freuen Sie sich mit uns auf ein klangvolles, vielfältiges Orgeljahr 2026:

Wir präsentieren Ihnen hiermit eine Reihe von Konzerten, in denen Sie die besondere Farbigkeit und Ausdruckskraft unserer Orgel erleben können.

Zum Kennen- und Liebenlernen unseres neuen Instruments haben wir ein „Orgeljahr“ geplant. Dafür konnten wir einige bekannte Orgelspezialisten für Alte Musik gewinnen. Sie erhalten mit diesem Newsletter das Programm für die erste Jahreshälfte in den Händen.

Wir freuen uns darauf, Sie bei einem oder mehreren Konzerten begrüßen zu dürfen.

Ihre
Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde in Wentorf

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Samstag
10. Januar
18:00 Uhr

Jan Ernst (Schwerin), Orgel

Thema: Morgenstern

Programm:
Werke von Buxtehude, Bach, Krebs, Dubois, Rondthaler u.a.

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Freitag
6. Februar
18:00 Uhr

Sirka Schwartz-Uppendieck (Fürth), Orgel

Michael Herrschel (Nürnberg), Gesang & Texte

Thema: Jazz & Gospel

Programm: Gershwin, Bonighton, Riegler und weitere

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Samstag
7. März
18:00 Uhr

Jan Weinhold (Timmendorfer Strand), Orgel

Thema: Goldbergvariationen

Programm:Variationen über das Thema von Johann Sebastian Bach

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Sonntag
19. April
18:00 Uhr

Christian Skobowsky (Ratzeburg), Orgel

Titel: „Erhebendes“ – Ein Orgelkonzert in aufsteigenden Tonarten

Programm: Froberger, Marcello, Bach, Mozart, Hindemith, Messiaen

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Samstag
9. Mai
18:00 Uhr

Michael Georgi (Börnsen), Orgel

Thema: „Orgel mal anders“

Programm: Filmmusik, Pop,
Neues Geistliches Lied und Improvisation

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Sonntag
7. Juni
18:00 Uhr

Prof. Wolfgang Zerer (Hamburg), Orgel

Abschlusskonzert der Kulturwoche Wentorf

Programm: Festliche Orgelmusik
Werke von Bach, Muffat, Mebdekssohn-Bartholdy

Im Anschluss an die Konzerte sind Sie herzlich eingeladen zum gemeinsamen Ausklang bei einem Glas Wein oder Wasser!
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